Wo ik in Willemshaben backen bleev



As ik as „Bremer Butscher“ in´n Juni 1956 na „Schlicktown“ keem, geev dat nich veel Afwesseln för´n jungen Fent as mi. „Wirtschaftsgänger“ warrn wull ik ok nich, darto fehlden ok de Penunzen! Een Glück dat mehrst de Sünn schiende. So weer, na Fierabend bi Olympia, Baden an´n Südstrand anseggt.



As Petrus sik darup besunn, dat de Buurn villicht Regen bruken kunnen, weer´t mit Baden ut. So bün ik jeden Abend in´t Kintopp gahn. Man dat stöt mi ok bald suur up. So bün ik in de VHS bi Willy Minauf lannd.



„Rezitation und Vortrag“ nömde sik de Kurs. Dar mutt ik mi woll nich so ganz dösig anstellt hebben; denn na den tweden Abend, wo wi een Gedicht vördragen mussen:

Du bist wie eine Blume
so hold und schön und rein;
ich schau' dich an, und Wehmut
schleicht mir ins Herz hinein.

Mir ist, als ob ich die Hände
aufs Haupt dir legen sollt',
betend, daß [Gott dich]2 erhalte
so rein und schön und hold.

fragde Willy Minauf mi, of ik woll Plattsnacken kunn. As ik anter : „´n Bremer Jung ahn Platt? Dat gifft dat ja woll nich!“ Sä Willy Minauf: „Se kaamt to de Nedderdütsche Bühn!“ Up mien Fraag, wat ik dar schull, anter he kort: „Mitspeelen!“


Szü, so bün ik denn in Schlicktown backen bleben.

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